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Evils Toy
Brettspiele

Die besten Brettspiele für die ganze Familie

Spiele, bei denen Erwachsene nicht absichtlich verlieren müssen, damit es Spaß macht.

Evils-Toy-Redaktion

Ein gutes Familienspiel löst ein schwieriges Problem: Es muss für ein neunjähriges Kind verständlich sein und für einen Erwachsenen trotzdem nicht langweilig. Spiele, die das schaffen, arbeiten fast immer mit derselben Zutat, nämlich mit einer einfachen Regel, aus der sich komplizierte Situationen ergeben.

Was ein Spiel familientauglich macht

  • Kurze Regelerklärung. Über zehn Minuten verliert man die Jüngsten.
  • Keine Ausscheidung. Wer früh rausfliegt, sitzt daneben. Das killt jeden Abend.
  • Kein uneinholbarer Rückstand. Spiele mit ausgleichenden Mechanismen halten die Spannung bis zum Schluss.
  • Sichtbarer Spielstand. Kinder müssen selbst erkennen können, wie es steht.

Die verlässlichen Zehn

Zug um Zug baut Eisenbahnstrecken über eine Landkarte. Pro Zug entscheidet man nur zwischen Karten nehmen und Strecke bauen. Für viele Familien ist es das Spiel, das den Übergang von Mensch ärgere dich nicht zu modernen Brettspielen markiert.

Carcassonne legt Landschaftsplättchen aneinander. Der Reiz liegt darin, dass man an fremde Städte andocken und mitverdienen kann. Die Wiesenwertung sollte man beim ersten Mal weglassen.

Azul ist optisch das schönste Spiel dieser Liste und mechanisch eines der klarsten: Fliesen nehmen, Reihen füllen, Punkte kassieren. Wer sich verplant, sammelt Minuspunkte.

Kingdomino dauert eine Viertelstunde und funktioniert ab etwa acht Jahren. Es ist der beste Kandidat, wenn nur wenig Zeit ist.

Codenames und Just One brauchen keine Spielbretter und funktionieren mit sehr unterschiedlichen Altersgruppen, weil Wortwitz nicht am Alter hängt.

Dixit ersetzt Wörter durch surreale Bildkarten. Damit fällt der Vorteil weg, den Erwachsene beim Vokabular haben.

Splendor ist ruhiger und belohnt vorausschauendes Sammeln. Für Kinder, die gern optimieren, ist es ein guter erster Schritt Richtung Strategiespiel.

Pandemic dreht die Konkurrenz ins Kooperative: Alle bekämpfen gemeinsam vier Seuchen. Für Familien, in denen Verlieren ein Thema ist, ist das oft die beste Wahl. Achtung auf das Alpha-Spieler-Problem, das wir bei den kooperativen Brettspielen beschreiben.

Die Siedler von Catan gehört der Vollständigkeit halber dazu. Es ist ein Meilenstein, aber mit Kindern nicht ideal, weil Würfelpech eine ganze Stunde verderben kann.

Nach Alter sortiert

AlterPassende Titel
ab 6Kingdomino, Dixit
ab 8Azul, Zug um Zug, Carcassonne, Just One
ab 10Splendor, Codenames, Pandemic
ab 12Die Siedler von Catan

Die Angaben sind Erfahrungswerte für gemischte Runden mit mitspielenden Erwachsenen, nicht die Herstellerangaben.

Wenn die Altersspanne groß ist

Bei acht Jahren Abstand zwischen jüngstem und ältestem Mitspieler funktionieren zwei Ansätze. Entweder ein Team-Spiel wie Codenames, bei dem ein Kind mit einem Erwachsenen zusammenarbeitet. Oder ein kooperatives Spiel, bei dem ohnehin alle am selben Strang ziehen.

Was selten funktioniert: einem Kind Handicaps geben. Das merken Kinder, und es entwertet den Sieg.

Für kleinere Kinder

Unter sechs Jahren gelten andere Regeln. Dort geht es um Farben, Formen und kurze Runden. Passende Titel stehen in der Übersicht zu Kinder-Brettspielen.